Die schönsten Zitate zu einer freien KINDHEIT in der Natur

Selbstoptimierung, Digitalisierung, Effizienz – der Ernst des Lebens beginnt heutzutage immer früher – teilweise bereits im Kindergarten.

Aber wollen wir wirklich in einer Welt leben, in der Kinder schon vor ihrer Einschulung eine Fremdsprache beherrschen und auf die Arbeitswelt vorbereitet werden?

Wir haben ein paar Zitate für Euch zusammengestellt, die zeigen, warum eine freie KINDHEIT in der Natur die bessere Vorbereitung auf das Leben ist:

 

1 “Da muss man raus”

Wo entwickeln Kinder die Fähigkeiten, die fürs Leben zählen? Nicht am Schreibtisch, sagt Gerald Hüther:

„Worauf es ankommt, ist, dass Kinder lebenstüchtig werden. Lebenstüchtig kann man aber nur werden, wenn man dem Leben auch begegnet. Da muss man raus und nicht im Kinderzimmern vor dem Computer bleiben.“ GERALD HÜTHER, AUTOR

Das gilt auch in den neuen flexiblen Arbeitswelten. Denn nichts bereitet auf das Chaos im Leben vor wie das Chaos in der Natur:

„Wir schicken unsere Kinder in eine Zukunft, die nicht mehr so leicht vorhersagbar ist wie im letzten Jahrhundert. Und wo lernen Kinder, mit unüberschaubaren Verhältnissen umzugehen? Eben nicht in strukturierten Räumen, sondern in der Natur.“ GERALD HÜTHER, AUTOR

2 “Jedes einzelne Kind”

Doch warum sind Kinder heute so selten in der Natur?

Das Bildungssystem hindert die individuelle Entfaltung und wildes Denken, fürchtet Margreth Olin:

„Der Fokus auf Leistung und Wettbewerb in Schulen und Kindergärten wird immer stärker. Der Fokus, immer jüngeren Kindern akademisches Wissen anzueignen. Ich habe Angst davor, dass wir, als Eltern, als Gesellschaft, die Kinder selbst – in Gefahr sind ihre eigenen unterschiedlichen Persönlichkeiten und die von anderen zu verpassen, weil wir nicht anerkennen, dass jedes einzelne Kind individuelles Potenzial besitzt.” MARGRETH OLIN, REGISSEURIN

 

3 “Selbst gestalten und experimentieren”


Wo entwickeln Kinder wohl am besten Flexibilität, Innovation und damit eine nachhaltige Resilienz für spätere Lebensphasen? In der Natur, sagt der Kinderarzt Herbert Renz-Polster:

„In der Natur können Kinder selbst gestalten und experimentieren. Ohne bildungsrelevante Vorgaben und Spielzeuge von Eltern oder Erziehern. Sie erleben Abenteuer. Dabei lernen sie, mit dem Scheitern klarzukommen und Hindernisse zu überwinden.”

Er warnt davor, grundlegende Entwicklungsschritte zu versäumen:

„Wir aber setzen auf kognitive Fertigkeiten, ohne die Kinder vorher ihre fundamentale Entwicklungsaufgaben erledigen zu lassen. Das ist, als würden wir an einem Haus erst Erkerchen und die Fassade bauen, ohne ein Fundament gelegt zu haben.” HERBERT RENZ-POLSTER, KINDERARZT & FORSCHER

 

4 “Das Netz, das in allen Lebenslagen hält”

Jon Young, Gründer der “Wilderness Awareness School” sieht in der Natur einen Spiegel, in dem ein Kind nicht nur sich selbst erkennen lernt:

„Um zu gesunden und voll funktionsfähigen Menschen heranzuwachsen und auch so zu bleiben, benötigen wir ausreichend Zeit, in der wir mit der Natur interagieren und spielen, in ihr neugierig, wachsam und lebendig sein können und dabei entdecken, wie wir dort hineinpassen und wie wir mit unserer biologischen Welt verbunden sind.“

…sondern auch die Verbindung zu seiner Umwelt:

„Wenn du mit der Natur verbunden bist, hast du auch eine Verbindung zu dir, deiner Familie, deinen Nachbarn und allem um dich herum. Aus diesen Verbindungen entsteht das Netz, das in allen Lebenslagen hält.“ JON YOUNG, WILDNISPÄDAGOGE

 

5 “Wasser, Dreck, Gebüsche”

Ähnliches propagiert Alexander Mitscherlich: Beim Spielen in der Natur entwickeln Kinder Selbstvertrauen und Sozialverhalten, so der Psychoanalytiker:

„Der junge Mensch braucht seinesgleichen – nämlich Tiere, überhaupt Elementares: Wasser, Dreck, Gebüsche, Spielraum. Man kann ihn auch ohne dies alles aufwachsen lassen, mit Stofftieren, Teppichen, auf asphaltierten Straßen und Höfen. Er überlebt es, doch man soll sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte soziale Grundleistungen nicht mehr erlernt.“ ALEXANDER MITSCHERLICH, PSYCHOANALYTIKER

 

Was sagt ihr? Welchen Preis hat der ständige Fokus auf Leistung und Noten? Und was passiert dadurch mit der kindlichen Kreativität, Unbeschwertheit und Wissbegierde, nach der wir Erwachsenen uns so häufig sehnen?

 

Wie es aussehen kann, wenn Kinder nicht gelenkt und geformt werden, sondern sich frei und in der Natur entwickeln, oder anders gesagt: einfach sein dürfen, zeigt Margreth Olin in ihrer Dokumentation „KINDHEIT“.

Hier findet ihr die aktuellen Kinotermine für Deutschland – den Trailer schon hier online:

 

 

2018-04-24T17:45:09+00:00